Resident Evil 7 – Endlich wieder seinen Namen wert? Fazit / Review / Check

Nachdem wir im Stream Resident Evil 7 durchgespielt haben, wird es Zeit um ein Fazit zu ziehen.

Die allergrößte Frage, die im Raum steht ist wohl: Hat Resident Evil 7 Biohazard seinen Namen verdient und führt es das Andenken fort? Oder verschmutzt es eine einstmals großartige Serie nur noch mehr und verstümmelt sie zur Unkenntlichkeit?

Das beantworte ich euch noch.

Mit den Demos hat Capcom vorab eine Menge Sehnsucht und Vorfreude geweckt, denn nach Resident Evil 5 und dem Action Shooter mit der 6 (ich will es nicht beim Namen nennen) haben wir nicht mehr viel erwartet. Aber auf einmal erhielten wir Atmosphäre, Angst, Horror, Survival und das Gefühl, dass wir ganz schön in der Scheiße stecken. Genau so sollte es sein. Trotzdem gab es gleichzeitig einen komischen Beigeschmack, wirkte die Demo doch wie die bemühte Schwester von Silent Hill P.T.

Aber nach mehreren Updates und der Kitchen VR Demo war das vergessen.

Resident Evil 7 beginnt mit einem Video, einer Nachricht von Mia, dass ihr Freund Ethan aufhören soll sie zu suchen, dass er sie vergessen soll. Aber Jahre später sucht er sie doch auf, folgt einer neuen Nachricht, fährt nach Louisiana. Dort findet er ein verschlossenes Tür vor einem alten Anwesen, nimmt einen Seiteneingang und findet sogar Spuren von Mia. Und damit beginnt der Horror eigentlich auch schon.

Es folgen Shocker, Horror, Paranoia und Angst es nicht mehr aus dem Haus heraus zu schaffen. Und diese Angst zieht sich durch das gesamte Spiel. Auf dem Schwierigkeitsgrad „Normal“ gibt es immer wieder Mangel an Munition, Mangel an Heilung und manchmal auch ein Mangel an Orientierung.

Definitiv ein Punkt für Capcoms neuen Titel.

Die Karten sind gut gestaltet, die Atmosphäre ist düster und stimmig. Ständig hat man Angst, dass etwas Neues und Unbekanntes um die Ecke kommt. Oder hinter einem steht, denn die First Person Perspektive ist für Resident Evil etwas neues und für Horror Games mittlerweile Gang und Gebe. Aber dennoch ist es genau das, was hier gebraucht wird. Dazu gibt es soviele Gemeinsamkeiten mit den alten und guten Resident Evil Teilen, die vermissten Saferooms, die Kisten und die Inventarverwaltung mit begrenzten Platz, die Gebäude erinnern an das Spenceranwesen ohne es aber zu kopieren. Man benötigt wider Embleme, es gelten Rätsel gelöst zu werden und immer wieder kann einfach so etwas unvorhersehbares passieren.

Ein weiterer Punkt für Resident Evil 7.

Das Gameplay ist dagegen so eine Sache. Spielt man RE ausschließlich wie früher, am Monitor und mit Controller, so gestaltet sich das Zielen immer wieder ziemlich schwer. Das Handling des Fadenkreuzes ist schwammig und träge, wer viel mit Maus und Tastatur spielte und dann an der PS4 spielt, der wird ziemlich oft daneben schießen. Ausserdem hat man oft das Gefühl, der gute Ethan kennt nur schleichen, trödeln und humpeln, denn so richtig rennen will er nicht, selbst wenn ihm etwas im Nacken hängt.

Und dann der totale Kontrast: Sobald man aber eine PS VR (ja die tolle Brille, die locker genauso viel wie Konsole kostet) zur Hand hat und benutzt, wird alles unfassbar genial.

Okay, Ethan bewegt sich immer noch wie auf Morphium, aber das Zielen geschieht nun mit der Blickrichtung. Willst du einen Kopfschuss landen, sieh dem Feind in die Augen. Auch das Leveldesign kommt dadurch erst so richtig zur Geltung. Denn für diese VR Brille wurde Resident Evil gemacht. Die Gebiete wirken plastisch, man steht, sitzt, hockt wirklich drin. Man kann auf einmal um die Ecken schmulen, Regale und Ecken so richtig anschauen und absuchen. Es ist umwerfend und zeigt einen Weg, den viele Entwickler gehen könnten, um das Genre VR zu etablieren. Beinahe unfair dagegen: Mit der VR soll es ca. 1 Stunde mehr Content geben, aber das kann man verschmerzen.

Damit beweist Capcom auch hier, dass sie es immer noch drauf haben.

Zum Spiel wurden ausserdem schon DLCs und ein Season Pass angekündigt, eine mittlerweile gängige Art, aber auch hier gibt es immer so einen faden Beigeschmack.

Der erste DLC ist mittlerweile erschienen und Junk hat mir davon bisher nur gutes berichtet.

Zitat:

„Schlafzimmer“… du spielst wie bei Mercenaries CLANCY
Viele Rätsel, keine Kämpfe. Musst aufpassen was du machst und soweiter.
Ganz gut aber relativ kurz, sobald du die Rätsel hast, ist es auch vorbei. Machst du jedoch Fehler, stirbst du schnell und wehrlos.

„Ethan muss sterben“, das ist der Abschnitt der NICHT mit der VR geht
Der ist HEFTIG
RICHTIG
HEFTIG
ALTER

Du fängst mit nix als nem Messer an… Kisten tauchen via zufall auf mit 1-3 sterne Bewertung. Umso mehr Sterne umso besser. Es wimmelt vor Gegnern und du hast nix ,es sei denn du hast irgendwann mal GLÜCK ne waffe in einer Kiste zu finden. Beim spätestens 2. Treffer bist du TOD. Du musst durchs Haus voller [Gegner] laufen um irgendwann den Schlüssel fürs Gartenhaus zu finden und gegen Magaruite zu kämpfen. Wenn du stirbst, bleibt an der Stelle ne kleine Engelsstatue. Schaffst du es im nächsten Versuch zu ihr und machst sie kaputt ist dort EINE sache von dir drin bevor du starbst (natürlich zufällig). Stirbst du bevor du sie erreichst wird sie ersetzt. Du fängst immer wieder mit dem Messer an und die Kisten die du die ersten Male hattest sind manchmal einfach nicht da, es ist wirklich zufall und der Inhalt genauso…. aber jetz kommt das GEMEINSTE: Es gibt natürlich auch so einige EXPLODIERENDE Kisten neben den ganzen Fallen, die töten dich sofort…. es können übrigens auch 3*** Kisten explodieren -.- Dieser Modus ist also die reinste Hölle und dennoch willst du es immer wieder versuchen, weil du weiter kommen willst

Fazit:

Damit stellen wir uns also wieder der Frage: Resident Evil sein oder nicht sein.

Meine (subjektive) Meinung dazu lautet: Verdammte Hölle, JA! Wer Angst hatte, dass wir wieder einen Zombie-Mutanten-Action-Shooter bekommen, der den Namen Resident Evil nicht verdient hat, der sollte aufhören zu bangen. Denn hier haben wir waschechten Horror-Survival, mit VR-Unterstützung und allem, was man so braucht. Je nachdem was die nächsten DLCs noch so bringen, könnte sich sogar der Season Pass lohnen.

Wer sich immer noch nicht sicher ist, der darf gerne in das Lets Play reinschauen und sich seine Meinung bilden.

 

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